Analoge Klangsynthese

Historische Instrumente


1919 - Theremin

 

Leon Theremin

Das erste wirklich brauchbare elektronische Musikinstrument wurde 1919 von Leon Theremin (*1896, †1993) gebaut.
Das Gerät funktioniert berührungslos mit zwei Antennen.
Die rechte Hand steuert dabei die Tonhöhe und die linke Hand regelt die Lautstärke. Im rechten Bild führt Leon Theremin dies persönlich vor.

Die Klangerzeugung wurde hier zum ersten Mal mit einem Schwebungssummer umgesetzt. Dabei erzeugen zwei Hochfrequenzgeneratoren Schwingungen im nicht-hörbaren Bereich, deren Differenz wiederum hörbar ist.
Beim Theremin ist die eine Schwingung fest bei ca. 170 kHz und die andere variabel im Bereich von ca. 168 bis 170 kHz durch eine Antenne regelbar. Mit der gewonnenen Differenzschwingung, die etwa bis 2 kHz geht, wird Musik gemacht.

Das Theremin ist ein sehr populäres Instrument und wurde von Künstlern wie Led Zeppelin, The Beach Boys oder Jean-Michel Jarre genutzt. Auch in der Filmmusik gab es häufige Anwendungen dieses Instrumentes. Als Beispiele seien hier Psycho, Mars Attack und
Star Trek (noch zu den alten guten Zeiten von Cpt. Kirk und Mr. Spock) erwähnt.

Das Theremin ist einer der wenigen historischen Instrumente, die auch heute noch gebaut und genutzt werden. Die Geschichte dieses Instrumentes und seines Erbauers, der unter anderem auch viele Jahre für den sowjetischen Geheimdienst arbeitete, wurden 1995 in der englischsprachigen Dokumentation "The Teremin-Odyssey" von Steve M. Martin verfilmt.